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Gelenkspiegelungen (Arthroskopien - Schlüssellocheingriff)

Bei Gelenkspiegelungen werden über kleine Hauteinstiche ein Kamerasystem und die Operationsinstrumente in das zu operierende Gelenk eingeführt. Wie bei einem Videofilm wird hier über das Bild auf den Monitor übertragen und vergrößert die Strukturen, so das krankhafte Veränderungen besser erkannt und behandelt werden können. Die gesamte Operation wird unter anhaltender Bildschirmkontrolle durchgeführt. Ein offener Zugang erfolgt nur in Ausnahmefällen.

Die Nachbehandlung ist durch spezielle Nachbehandlungsrichtlinien festgelegt und gestaltet sich je nach Leistungsanspruch individuell. Klare Maßgaben und ein Wegweiser für den Physiotherapeuten finden sich in jedem OP oder Entlassungsbericht.

Der größte Wert wird rasche Schmerzfreiheit und Verbesserung oder Erhalt der Beweglichkeit gelegt. Für die postoperativen Beübung wird dem Patienten eine CPM Motorbewegungsschiene zuhause zur Verfügung gestellt.

Schulterarthroskopie

Bei der Schulterarthroskopie werden Sehnenverletzungen, Knorpelschäden und knöcherne Ausrisse der Gelenkpfanne nach Schulterverrenkungen und Verschleißerkrankungen behandelt. Bei Sehnenverletzungen können durch spezielle Naht und Verankerungssysteme Risse verschlossen und Abrisse am Knochen wieder angeheftet werden, so dass die Wiedererlangung der normalen Schulterfunktion möglich wird.

Bei knöchernen Ausrissen der Gelenkpfanne kann durch auflösbare winzige Anker die normale Gelenkform wieder hergestellt und damit ein erneutes Ausrenken der Schulter vermieden werden.

Bei Verschleißerkrankungen (Engpasssyndrom, Arthrose) wird durch spezielle gewebeschonende Instrumente der Gelenkraum erweitert, um das Bewegungsausmaß wieder herzustellen.

Video zur Schulterarthroskopie Das Bild dreht sich nach einigen Sekunden (20.Sekunde)

Bilder zur Schulterarthroskopie

Weitere Videos zur Schulterarthroskopie

Arthroskopische Schultereckgelenksresektion

Kalkdepot bei Tendinitis calcarea

Kalkentfernung arthroskopisch

Kniespiegelung

Im Rahmen der Kniespiegelung können Verletzungen der Kniebinnenstrukturen (Meniskuseinrisse, Knorpelverletzungen, Kreuzbandverletzungen) und Verschleißerkrankungen behandelt werden.

Meniskusrisse werden durch spezielle Nahtsysteme behandelt und somit kann der Knorpel schützende Effekt des Meniskus als Gelenkpuffer erhalten werden. Dies verhindert einen vorzeitigen Gelenkverschleiß.

Bei begrenzten Knorpelverletzungen wird durch Anbohren des darunterliegenden Knochens (Mikrofrakturierung, Chondropick Instrument) die Neubildung eines Ersatzknorpels angeregt und dadurch der Knorpeldefekt zur Ausheilung gebracht. Diese Methode wird auch bei Verschleißerkrankungen des Knorpels angewendet.

Isolierte abgelöste Knorpel-Knochenanteile (Gelenkmaus, Osteochondrosis dissecans) werden durch spezielle auflösbare Stifte wieder angeheftet und die Gelenkoberfläche somit wiederhergstellt. Eine Arthrose kann somit verhindert werden.

Bandverletzungen des vorderen Kreuzbandes werden nach Entfernung der gerissenen Anteile durch körpereigene Sehnenanteile (Semitendinosus/Gracilis, autologer Ersatz) ersetzt. Um eine entsprechende Funktionstüchtigkeit und Festigkeit des Sehnentransplantats zu erzielen werden diese mit bioresorbierbaren Schrauben in den vorgebohrten Knochenkanälen verankert . Es wird derzeit die Single Bundle Technik angewendet. Die Double Bundle Technik entbehrt aktuell validierte Daten über Erfolg und Haltbarkeit der Plastik.

Video: Knie

Beispiel für einen vorderen, autologen Kreuzbandersatz mit bioresorbierbaren Schrauben

Spiegelung des oberen Sprunggelenks

Die Spiegelung des oberen Sprunggelenks wird bei abgelösten Knorpel-Knochen- Anteilen (OCD) und bei Einklemmungserscheinungen (vorderes Impingement, Einklemmung, Soccer Ankle) durchgeführt. Aufgrund der besonderen Anatomie bedarf es hier spezieller Instrumente und Operationstechniken.

Ellenbogenarthroskopie

Die Ellenbogenarthroskopie folgt den oben schon erwähnten Erkrankungen. Führende Indikation sind der freie Gelenkkörper, OCD (Gelenkmaus) oder Gelenkschleimhautveränderungen z. T auch rheumatischer Genese.

Hüftarthroskopie

Ein neues OP-Verfahren stellt die Hüftarthroskopie dar. Diese hochmoderne OP-Technik entwickelt sich rasch weiter. Bisher wird in unserer Praxis nur die Schleimbeutelentzündung am großen Rollhügel der seitlichen Hüfte durchgeführt. Zur gegebenen Zeit wird die Operation auch im Gelenk eingesetzt. Bei drohendem Verschleiß des Hüftgelenkes sowie bei Kapselverletzungen (Labrumläsion) kann hier sogar der Gelenkersatz hinausgezögert werden.

Durch die Entwicklung der Hüftarthroskopie ist es möglich Operationen gelenkerhaltend an der Hüfte durchzuführen Der Schlüssellocheingriff bedeutet auch hier weniger Schmerzen und eine schnellere Rehabilitation.

Ein stationärer Aufenthalt wird hier erforderlich sein.